• Versand direkt aus unserem Weinkeller in Berlin - auch per Express - auch weltweit - oder Abholen im Weinladen
  • Alle angezeigten Weine lagern in unserem Weinkeller Karl-Marx-Allee 67 im Herzen Berlins - Telefon 030 25563300
Der würdevollste und aristokratischste Wein Italiens. - Mit diesem knappen aber eindeutigen Urteil fasst der Weinkritiker Mario Soldati die Meinung vieler italienischer Weinfachleute zu der einzigartigen Weinspezialität Gattinara zusammen. 
Gattinara ist eine DOCG (geprüfte Herkunftsbezeichnung) für trockenen Rotwein in der italienischen Region Piemont, die nach der gleichnamigen Stadt benannt ist.

Die Zone mit knapp 100 Hektar Rebfläche auf Schotterböden vulkanischen Ursprungs umfasst die Südhänge in der Gemarkung Gattinara in der Provinz Vercelli beiderseits des Flusses Sesia. Schon die Römer legten hier die ersten Weinberge an. Der in Gattinara geborene Kardinal Mercurino Arborio - Kanzler von Kaiser Karl V. (1500-1558) – brachte den Wein an die Höfe Europas, was bereits damals seinen internationalen Ruhm begründete. Gattinara wurde im Jahre 1967 als DOC klassifiziert und erhielt im Jahre 1991 den DOCG-Status. 
Der granatrot-orangfarbene und tanninreiche Wein mit einem Veilchen-Bouquet ist äußerst langlebig. Er zählt neben Barbaresco und Barolo zu den besten Rotweinen im Piemont und auch Italiens. Er wird aus den Sorten Chiavennasca = Nebbiolo (90-100%), sowie eventuell Bonarda di Gattinara und/oder Vespolina (bis 10%) gekeltert. Der Mindest-Alkohol-Gehalt ist 12,5% vol, er muss drei Jahre altern, davon eines im Holzfass. 
Den Gattinara kann man im Grunde dem Barolo gleichsetzen.

Spanna: Eine weitere Spezialität des Piemont ist der Spanna. In der italienischen Region Piemont gebräuchliches Synonym, auch als Spana, bzw. eine Varietät der roten Rebsorte Nebbiolo. Möglicherweise beschrieb diese Sorte bereits Plinius der Ältere (23-79) als „Uva Spinea“ mit den Worten „quae sola alitur nebulis“ (allein durch den Nebel wird sie genährt). Die Sorte ist zum Beispiel bestimmend in den Piemonteser DOC-Rotweinen Boca, Bramaterra, Carema, Fara, Lessona und Sizzano. Außerdem werden aus ihr sortenreine Spanna VdT gekeltert. 
Auf sehr vielen Gattinara-Etiketten steht auch die Bezeichnung Spanna.

Gattinara Wein Piemont 1961 Gattinara Riserva Wein Piemont 1979 Gattinara Wein Piemont 1975 

Nebbiolo: Die rote Rebsorte Nebbiolo ist sehr alt und zählt zu den edelsten Sorten Italiens. Man kann kann sie durchaus auch zu den den Cépages nobles (den nobelsten der Welt) rechnen. Möglicherweise kannte schon Plinius der Ältere (23-79) einen Vorfahren von ihr. Es wird vermutet, dass ein von ihm gelobter Wein aus Pollenzo (nordwestlich der Barolo-Zone) von dieser Traube stammt. Namentlich wird sie erstmals von Petrus de Crescentiis (1230-1310) genannt, der sie im Jahre 1304 als "köstlich" und den Wein daraus mit "exzellent" beschreibt. 
Die besondere Stellung der Sorte belegt eine Satzung der Gemeinde La Morra aus dem Jahre 1431. Darin wird jedem eine hohe Geldstrafe und im Wiederholungsfall der Verlust der rechten Hand angedroht, der nur eine einzige Nebbiolo-Traube aus dem Weingarten abschneidet. Das großartige Potential dieser Sorte wurde vom berühmten französischen Önologen Louis Oudart Mitte des 19. Jahrhunderts erkannt, als er den trockenen Stil der heute berühmten DOCG-Weine Barbaresco und Barolo kreierte. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom italienischen Wort für Nebel (nebbia) ab, denn sie gedeiht dort am besten, wo im Herbst häufig milde Frühnebel die Trauben zum Reifen bringen. Die spät reifende Sorte wird fast ausschließlich in den italienischen Regionen Piemont und Lombardei kultiviert. Trotz der hohen Qualität belegt sie auf Grund ihrer Standort- bzw. Umwelt-Empfindlichkeit nur rund 5.000 Hektar Rebfläche. Sie benötigt günstige Lagen auf Süd- bis Südwesthängen und bevorzugt kalkhaltige Mergel-Böden. 

Dolcetto: Die rote Rebsorte Dolcetto wurde wahrscheinlich schon im 14. Jahrhundert in den italienischen Regionen Ligurien und Piemont kultiviert. Als "Dosset" wurde sie im 18. Jahrhundert von einem Conte Nuvolone beschrieben. Der Name bedeutet "kleiner Süßer" und bezieht sich auf die süßen Trauben, der Wein selbst ist ein trockener Rotwein. Es gibt zahlreiche Spielarten, die sich auf Grund von Boden und Klima lokal unterschiedlich entwickelt haben. Die eher säurearme Sorte erbringt fruchtige, tanninhaltige und sehr farbintensive Weine. Vor allem im Piemont ist sie weit verbreitet und wird dort in insgesamt sieben DOC-Weinen verwendet. 

Grignolino: Grignolino d'Asti ist eine DOC für trockenen Rotwein im Barologebiet in der italienischen Region Piemont. Die Zone umfasst 34 Gemeinden in der Provinz Asti und die Gemeinde Castiglione Faletto in der Provinz Cuneo. Der Wein wird aus Grignolino (90-100%) und Freisa (bis 10%) gekeltert. Es wird vermutet, dass die rote Rebsorte Grignolino mit der uralten Barbesino-Traube identisch ist. Der Name leitet sich vom Dialektwort "grignole" ab, was Kerne bedeutet und auf den hohen Tannin-Gehalt verweist. Die Sorte erbringt einen hellroten Wein mit feiner Säure und eher geringem Alkohol-Gehalt. Die sehr seltene Rebsorte war zwischenzeitlich fast in Vergessenheit geraten.


Barolo, Barbaresco, aber auch Gattinara, Spanna und Nebbiolo sind äußerst lagerfähige Rotweine. Folgerichtig können wir diese Weine aus vielen Jahrgängen anbieten.

 

 
wein zertifikat    Bei der Bestellung erhalten Sie zu jedem Wein ein Zertifikat mit dem Kurzportrait des Weines, das Ihnen bestätigt: jeder Wein stammt aus dem angegebenen Jahrgang, trägt das Originaletikett und ist originalverkorkt.

 

Array